Eine Zukunft für Kinder und Kirche in unserer Gemeinde?

Konzeptionstag mit fachlicher und sinnlicher Begleitung

Seit Jahrzehnten gibt es gottesdienstliche Angebote für Kinder in unserer Gemeinde, wie zum Beispiel den Mini-Gottesdienst, den Kindergottesdienst und den Kinderbibeltag. Angebote wie der Mini-Gottesdienst finden regen Zulauf.  Der Kindergottesdienst hingegen spricht seit einigen Monaten immer weniger Kinder an. Das war der Grund, warum die Mitarbeitenden in diesem Bereich am 16. Juli zu einem Konzeptionstag „Kinder und Kirche in unserer Gemeinde“ eingeladen hatten. Ziel war es, Ideen, Impulse und Wege zu finden für eine (vielleicht neue) Kinderkirche.

Ich habe noch nie einen Gottesdienst für Kinder gestaltet. Ich werde es bestimmt auch in nächster Zukunft nicht tun. Warum also war ich trotzdem eine von zwölf interessierten TeilnehmerInnen? Ganz einfach, weil ich neugierig war auf die Referentin und wie sie dieses Thema wohl methodisch angeht, so einen „Konzeptionstag“. Und wie konnte es passieren, dass mir im Verlauf des Tages tatsächlich der Gedanke kam, dass ich vielleicht doch gerne mal irgendwann einen Gottesdienst für Kinder mit vorbereiten möchte?

Pfarrerin Kerstin Othmar-Haake vom Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Haus Villigst in Schwerte hat uns sprichwörtlich mit Herz(en) zu Anfang des Tages auf das Thema Kinder in unserer Kirche eingestimmt. Wir durften unser Herz erforschen, uns mitteilen, was unser Herz beflügelt, wenn wir an Kinder in der Kirche denken. Aber auch sagen, was uns das Herz schwer werden lässt. Als sinnliche Impulse hatte sie uns rote Herzen aus Filz mitgebracht, die wir mit vielen schönen glitzernden „Schätzen“ verzieren konnten.

gestaltetet Herz

Nach einem leckeren Mittagessen sammelten wir gemeinsam Antworten zu der Frage, was bekommen Kinder in dieser Kirche in Zukunft von uns. Wir durften sagen, was wir erwarten oder auch anbieten möchten, unabhängig davon, ob es sich vielleicht realisieren lässt oder nicht. Aus den vielen Impulsen haben wir dann die für uns zehn wichtigsten Punkte heraus kristallisiert mit der Fragestellung: „Wenn ich an Kinder in dieser Kirche denke, dann denke ich an ...“ Ganz oben auf der Liste stand: „Verbindlichkeit/Regelmäßigkeit/Nachhaltigkeit“ gefolgt von „Zeit“ und dem Wunsch „alle Altersgruppen ansprechen“ zu können. Aber auch der Gedanke an „gute Unterstützung für Mitarbeitende des Vorbereitungsteams“ fand sich dort wieder. Wer Lust hat, kann alle Ergebnisse dieses Konzeptionstages auf der Internetseite unserer Gemeinde nachlesen unter den Stichworten Kind und Kegel – Kindergottesdienst – Konzeptionstag. Und wer nicht nur lesen, sondern diese ersten Gedanken mit weiteren Ideen füllen möchte, der ist herzlich eingeladen, am 14. Oktober von 19 - 20:30 Uhr ins Gemeindehaus zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kerstin Othmar-Haake hat versprochen das Team, das sich jetzt neu finden wird, weiterhin zu unterstützen. Sie wird im Oktober mit dabei sein, wenn es um die weitere Ausarbeitung eines Konzeptes für die Kinderkirche gehen wird. Wie hat es eine Teilnehmerin in der Abschlussrunde an diesem Tag formuliert: „Ich bin dankbar für die Energie, die fließt, wenn wir so zusammen arbeiten.“

Gruppenfoto

 

von Stephanie Sander

 

Kinderkonzeptionstag